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Strompreisentwicklung Schweiz: Warum sich Solar jetzt mehr denn je lohnt

Die Strompreise in der Schweiz haben in den letzten Jahren eine beispiellose Achterbahnfahrt erlebt. Von stabilen 20 Rappen pro Kilowattstunde über Spitzenwerte von über 35 Rappen in der Energiekrise bis zu den heutigen Niveaus – die Entwicklung hat viele Haushalte und Unternehmen aufgerüttelt. Gleichzeitig sind die Kosten für Solarstrom drastisch gesunken. In diesem Artikel analysieren wir die Strompreisentwicklung der letzten zehn Jahre und zeigen, warum sich eine Solaranlage heute mehr lohnt als je zuvor.

Strompreisentwicklung 2015–2026

Ein Blick auf die Strompreisentwicklung in der Schweiz zeigt einen klaren Trend: Die Zeiten stabil günstiger Strompreise sind vorbei. Der durchschnittliche Strompreis für Schweizer Haushalte hat sich wie folgt entwickelt:

JahrØ Strompreis (Rp./kWh)VeränderungHaupttreiber
201520.4Stabiles Marktumfeld
201620.2−1 %Tiefe Grosshandelspreise
201720.1−0.5 %Stabile Netzentgelte
201820.4+1.5 %Leichter Marktanstieg
201921.2+3.9 %Erneuerbare-Zuschlag steigt
202021.0−0.9 %Corona-Delle am Markt
202121.7+3.3 %Gaspreis-Anstieg beginnt
202221.3−1.8 %Tarife noch auf Vorjahresniveau
202327.2+27.7 %Energiekrise schlägt durch
202432.1+18.0 %Höchste Tarife, Netzentgelte steigen
202528.5−11.2 %Marktpreise sinken, Tarife folgen
202627.0−5.3 %Stabilisierung auf erhöhtem Niveau

Die Daten zeigen: Trotz der jüngsten Rückgänge liegen die Strompreise 2026 noch rund 30 % über dem Niveau von 2020. Experten gehen davon aus, dass eine Rückkehr zu den früheren Tiefstwerten unwahrscheinlich ist, da die Kosten für Netzausbau, erneuerbare Zuschläge und die Dekarbonisierung dauerhaft steigen.

Faktoren hinter den Strompreisen

Der Strompreis für Schweizer Haushalte setzt sich aus vier Hauptkomponenten zusammen: dem Energietarif (ca. 40 %), dem Netzentgelt (ca. 35 %), den Abgaben an das Gemeinwesen (ca. 10 %) und dem Netzzuschlag für erneuerbare Energien (ca. 15 %). Jede dieser Komponenten folgt eigenen Dynamiken.

Der Energietarif ist am volatilsten und hängt vom europäischen Strommarkt ab. Dieser wird massgeblich durch die Gaspreise beeinflusst, da Gaskraftwerke oft den Grenzpreis setzen (Merit-Order-Prinzip). Das Netzentgelt steigt stetig, da die Stromnetze für die Energiewende ausgebaut werden müssen. Der Netzzuschlag finanziert die Förderung erneuerbarer Energien und lag bis 2022 bei einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU), wird aber ab 2025 schrittweise durch andere Mechanismen ersetzt.

Solarstrom vs. Netzstrom: Der LCOE-Vergleich

Die Stromgestehungskosten (Levelized Cost of Electricity, LCOE) von Solarstrom in der Schweiz sind in den letzten zehn Jahren massiv gesunken. Heute liegen sie bei 6–12 Rappen pro Kilowattstunde – je nach Standort, Grösse und Finanzierung der Anlage. Zum Vergleich: Der Netzstrompreis liegt bei 25–einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU).

Das bedeutet: Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen 15–25 Rappen gegenüber dem Netzbezug. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage mit 30 % Eigenverbrauch und einer Produktion von 10’000 kWh sparen Sie allein durch Eigenverbrauch CHF 1’500–2’500 pro Jahr. Dazu kommt die Einspeisevergütung für den übrigen Strom.

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Zukunftsprognose: Wohin gehen die Preise?

Mehrere Faktoren sprechen dafür, dass die Strompreise in der Schweiz langfristig auf einem erhöhten Niveau bleiben oder weiter steigen werden. Der geplante Atomausstieg reduziert das günstige Bandstromangebot. Die Elektrifizierung von Mobilität und Heizung erhöht die Nachfrage. Der Netzausbau für erneuerbare Energien und die Versorgungssicherheit erfordern massive Investitionen. Und die geopolitische Unsicherheit bleibt ein Risikofaktor für die Energiemärkte.

Prognosen der ElCom und des BFE (Bundesamt für Energie) gehen von einem Strompreisniveau von 25–einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) für Haushalte in den nächsten 10 Jahren aus. Im ungünstigen Szenario (neue Energiekrise, verzögerter Ausbau erneuerbarer Energien) könnten die Preise sogar auf 40+ Rp./kWh steigen.

Solarstrom als Inflationsschutz

Während die Netzstrompreise den Schwankungen des Marktes unterworfen sind, bleiben die Kosten für Solarstrom über die gesamte Lebensdauer der Anlage fix. Sobald die Anlage abbezahlt ist, produzieren Sie Strom praktisch kostenlos – nur minimale Wartungskosten von CHF 100–300 pro Jahr fallen noch an.

Diese Preisstabilität ist ein enormer Vorteil in einem inflationären Umfeld. Während alle anderen Energiekosten steigen, bleibt Ihr Solarstrom auf dem Kostenniveau von heute eingefroren. Je stärker die Strompreise in Zukunft steigen, desto wertvoller wird Ihre Solaranlage. Das macht Photovoltaik zu einer der besten Absicherungen gegen Energiepreisinflation.

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Fazit: Jetzt in Solar investieren

Die Kombination aus hohen Netzstrompreisen, niedrigen Solarstrom-Gestehungskosten und attraktiven Förderungen macht Photovoltaik in der Schweiz so rentabel wie nie zuvor. Mit einer Amortisation von 7–10 Jahren und einer Lebensdauer von 30+ Jahren ist eine Solaranlage eine der sichersten und profitabelsten Investitionen für Eigenheimbesitzer. Wer heute noch wartet, verschenkt bares Geld – denn jedes Jahr ohne Solaranlage ist ein Jahr mit unnötig hohen Stromkosten.

Regionale Strompreisunterschiede und ihre Auswirkung auf Solar

Die Strompreise in der Schweiz variieren je nach Gemeinde und Energieversorger um bis zu 100 %. Während Haushalte in Gemeinden mit eigenem Wasserkraftwerk teilweise nur 18–einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) zahlen, liegen die Tarife in städtischen Gebieten wie Zürich, Bern oder Basel bei 28–einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU). Die ElCom veröffentlicht jährlich einen detaillierten Tarifvergleich aller Schweizer Gemeinden, der als Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Solaranlage dienen sollte.

Für die Rentabilität einer Solaranlage ist der lokale Strompreis der entscheidende Faktor: Je höher der Netzstrombezugspreis, desto mehr spart jede selbst produzierte und verbrauchte Kilowattstunde. In Gemeinden mit Tarifen über einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) amortisiert sich eine Solaranlage typischerweise in 8–11 Jahren, während in Günstig-Gemeinden mit 18–einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) eher 14–18 Jahre realistisch sind. Die Pronovo-Einmalvergütung und kantonale Förderungen helfen, diese Unterschiede teilweise auszugleichen.

Langfristprognosen und Investitionssicherheit

Die langfristige Entwicklung der Schweizer Strompreise ist für die 30-jährige Lebensdauer einer Solaranlage von zentraler Bedeutung. Experten der ETH Zürich und des Bundesamts für Energie (BFE) prognostizieren einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Endverbraucherpreise von 2–4 % bis 2050. Treiber sind der notwendige Netzausbau, höhere CO₂-Abgaben, der Ausstieg aus der Kernenergie und die steigende Nachfrage durch Elektromobilität und Wärmepumpen.

Für Solaranlagenbesitzer bedeutet diese Prognose eine zunehmende Attraktivität ihrer Investition: Während der selbst produzierte Solarstrom über die gesamte Lebensdauer zu konstanten Grenzkosten von nahezu Null verfügbar ist, steigen die vermiedenen Netzbezüge jährlich im Wert. Eine Anlage, die heute bei einem Strompreis einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) installiert wird, spart bei einer Preissteigerung von 3 % pro Jahr in 20 Jahren bereits einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) ein – pro selbst verbrauchte Kilowattstunde.

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